Was wirklich bei der Autoverwertung passiert

Schrottplatz Wiesbaden

Jeder kennt wohl einen Schrottplatz oder eine Autoverwertung in der Nähe und viele haben eine dieser Plätze auch bereits besucht. Aber wissen Sie genau, was dort geschieht? Wissen Sie, wie bei der Autoverwertung Wiesbaden ein Schrottauto verwertet wird? Wir klären Sie auf.

Auf deutschen Straßen sind mehr als 45 Millionen Autos unterwegs und im Schnitt werden mehr als 8 Millionen Fahrzeuge jedes Jahr abgemeldet. Das bedeutet also, dass die Anzahl der Fahrzeuge jährlich schrumpft. Dem ist nicht so. Denn in der Statistik werden alle Fahrzeuge erfasst, die innerhalb eines Jahres abgemeldet werden. Das bedeutet auch, dass hier Fahrzeuge enthalten sind, die abgemeldet werden und dann ihren Besitzer wechseln. Aber immerhin waren rund 30 Prozent der abgemeldeten Autos des letzten Jahres älter als 15 Jahre. Ein großer Teil dieser Fahrzeuge landete wohl auf dem Schrottplatz. Aber wie funktioniert die Autoverwertung und was kostet diese für Sie, wenn Sie Ihr Auto verschrotten lassen wollen?

Die Autoverwertung

Ist Ihr Auto nicht mehr zu reparieren oder hatte dieses einen schweren Unfall, ist der letzte Weg meist der Schrottplatz. Jedes Jahr schlagen etwa 500.000 Fahrzeuge diesen Weg ein und werden verwertet. Das bedeutet, dass die einzelnen Rohstoffe aus denen Ihr Auto besteht, wieder in einen Produktionskreislauf eingebunden werden. Hierzu gehören zum Beispiel Cadmium, Aluminium, Eisen oder Kupfer. Der Autoverwerter versucht nun möglichst viele wiederverwendbare Teile zurückzugewinnen, um diese weiter nutzen zu können. 

 

Dafür wird Ihr Fahrzeug erst einmal außer Betrieb gesetzt. Die Verwertung findet an speziellen Entsorgungsstellen statt. Etwa 1.000 davon finden Sie in Deutschland. Nun werden alle Flüssigkeiten wie Benzin, Öl oder die Bremsflüssigkeit entfernt. Aber auch der Airbag und die Batterie werden entfernt.

 

Im zweiten Schritt werden alle Teile entfernt, die eventuell wieder verkauft werden können. Hierzu gehören je nach Marke und Modell Motorteil, Türen, Scheinwerfer oder das Getriebe. Wurden diese Teile entfernt wird das Auto gepresst und geschreddert. Hierbei werden weitere unterschiedliche Bestandteile voneinander getrennt. 

Was Sie die Autoverwertung kostet

Immer noch steckt in vielen Köpfen, dass die Verwertung 100 Euro und mehr kosten kann. Das stimmt nicht. Denn aufgrund der Umweltverordnung für Altfahrzeuge müssen die Hersteller die Altfahrzeuge zurücknehmen. Und dies ist immer kostenlos! Möchten Sie Ihr Auto also verschrotten lassen, müssen Sie nur den Hersteller kontaktiere und dieser nennt Ihnen einen Schrottplatz im Umkreis von 50 km, bei dem Sie Ihr Auto kostenlos abgeben können. 

 

Aber auch andere Verwerter nehmen Ihr Auto meist kostenlos an oder zahlen je nach Zustand sogar noch ein paar Euro dafür. Ist das Fahrzeug noch fahrbereit, könnten Sie es auch exportieren lassen. In Afrika werden solche Autos oft noch viele Jahre gefahren. 

Dies sollten Sie beachten

Verzichten Sie auf ein Abstellen am Straßenrand um zu hoffen, dass es vergessen wird und Sie Ihr Auto los sind. Sollte man Sie erwischen müssen Sie mit einem Bußgeld in fünfstelliger Höhe rechnen. Zudem ist es sinnvoll, wenn Sie Ihr Fahrzeug abmelden. Um diesen Vorgang durchzuführen, müssen Sie eine Zulassungsstelle aufsuchen und dort den Verwertungsnachweis vorlegen. Diesen erhalten Sie aber nur, wenn Sie Ihr Auto auch zu einem Verwertungsbetrieb gebracht haben. Zusätzlich benötigen Sie für die Abmeldung noch die Zulassungsbescheinigung Teil I und II, sowie die Nummernschilder, die Sie vor Ort entwerten. Somit soll verhindert werden, dass Sie Ihr Fahrzeug unsachgemäß entsorgen. 

 

Hören Sie sich bei den verschiedenen Schrottplätzen einmal um. Die Autoverwertung Wiesbaden bietet Ihnen zum Beispiel eine kostenlose Abholung und die Abmeldung Ihres Fahrzeugs an. Einfacher kann es kaum sein. 

 

Wie Sie sehen, sind die meisten Autoverwerter heute kostenlos oder bieten Ihnen bestenfalls noch ein paar Euro für Ihr Auto. Im Zweifelsfall können Sie immer noch Kontakt mit dem Hersteller aufnehmen. Denn der muss das Auto auf jeden Fall kostenlos zurücknehmen. Sollte Ihr Fahrzeug noch einigermaßen in Schuss sein und auch noch fahren, ist der Export nach Afrika eventuelle eine Alternative zum Verschrotten. Entsprechende Adressen finden Sie im Internet. Fragen kostet ja nichts.